Diese Jahr habe ich mich endlich mal für das Würzburger Barcamp angemeldet und auch teilgenommen!

Es fand bei der Fa. ERT in Estenfeld statt. Gegen 9 Uhr ging‘s mit einer kurzen Vorstellungsrunde los, bei der jeder nur seinen Namen, Twitter-Namen und 3 Hashtags sagen durfte. So schafften wir die 70 Teilnehmer in 9 Minuten! Da es bei einem Barcamp keine feste Agenda gibt, konnte jeder der Teilnehmer seine Themen einbringen und Ideen für eine Session pitchen. Das Session-Board füllte sich super schnell, es gab 5 parallele Tracks und 5 Sessions pro Track. Das fand ich als Neuling besonders beeindruckend!

Meine erste Session war eine kleine Pantomime-Einführung mit Alex. Er ist eigentlich Webdesigner und zeigte uns in ersten kleinen Übungen den Einstieg in Pantomime. Für mich der entscheidende Punkt war, dass es immer einen kleinen „Tick“ benötigt, damit der Zuschauer die Pantomime versteht. Das kann zum Beispiel die kleine Extra-Bewegung beim Abstellen eines Glases sein.

In der nächsten Session besuchte ich den Vortrag von Alex von Scoutbee, der über Erfolgsfaktoren von Machine Learning Projekten sprach. Über 85 % der KI-Projekte scheitern. Ich fand seinen Vergleich sehr interessant, dass Startups vom Pareto-Prinzip (80/20) leben und recht schnell einen Proof-of-Concept haben, jedoch die Kundenzufriedenheit eher langsam ansteigt.

Das Mittagessen von Nelles Catering aus Fulda war einfach super lecker! Ich aß Pasta aus dem Parmesan-Rad, gleich zweimal. Danach ging ich auf die kleine Firmen-Tour. ERT betreut klinische Studien für Medikamente und gibt den Teilnehmern dieser Studien Atemgeräte aus. Mich hat vor allem die Internationalität der Firma beeindruckt, während des Barcamps waren mehrere ausländische Mitarbeiter präsent.

Danach besuchte ich eine Session zum Thema Kommunikation. Michaela machte uns zu Beginn die bewußte und unbewußte Kommunikation bewußt und zeigte uns sehr eindrucksvoll durch Übungen, wie „positives Programmieren“ funktioniert und unser Verhalten beeinflusst. Diese positive Grundstimmung kann man sich auch antrainieren, zum Beispiel durch einen einfachen Smiley. Am Ende übten wir noch Anerkennung und Wertschätzung auszudrücken, vor allem so, dass der andere für sich auch noch eine wertvolle Info erhält.

Meine letzte Session war noch eine vom „Pantomime“-Alex, der über Software-Fakes in Fernsehfilmen und -Serien berichtete. Oft kann da nicht Original-Software verwendet werden. Das liegt zum einen Lizenzgründen und zum anderen an der Tatsache, das die gleichen Vorgänge mehrmals durch das Drehen wiederholt werden müssen. Alex hat sehr viele Dinge in Adobe Flash gebaut und zeigte uns interessante Beispiele, wie eine Bildersuch—Maschine, Email-Programm, ein Video eines Lokalsenders und eine Passkopie, zu der er eine wirklich lustige Geschichte erzählte.

Leider konnte ich zur letzten Session nicht bleiben. Ich wäre wohl zur Session „Innovationen in der kath. Kirche – ein Widerspruch in sich“ gegangen. Der Referent wollte aufzeigen, wie man auch in starren Strukturen Innovationen vorantreiben kann. Generell ist es ärgerlich, dass ich einige andere interessante Sessions nicht besuchen konnte! Zum Beispiel zur Haustier-Automation, wie man sich Ziele wieder „abtrainiert“. Das macht wohl auch den Reiz von Barcamps aus.